Ludwigsburg: Lucio Urtubia - Anarchist und Maurer
Anarchist, Bankräuber und Maurer: Lucio Urtubia, geboren am 18. Februar 1931 in Cascante (Navarra), desertierte Mitte der 1950er Jahre vom spanischen Militär und ließ sich in Paris nieder. Dort arbeitete er als Maurer, schloss sich in der Folge anarchistischen Gruppierungen an und wurde für seine Enteignungsaktionen berühmt. Dabei kam er mit Gruppen wie den Black Panthers in Kontakt und traf den Revolutionär Che Guevara. Sein abenteuerliches Leben wurde von Aitor Arregi und Jose Mari Goenaga verfilmt.
Am 7. Juni ab 20 Uhr im Demokratischen Zentrum Ludwigsburg (DemoZ), Eintritt frei!
Eine Veranstaltung von [LB]²
Anarchistischer-Syndikalistischer Aufruf zum 30.04 und 01.05
Aufruf zur Revolutionären Vorabenddemo am 30.April in Stuttgart und antifaschistischen Aktionen am 1. Mai in Heilbronn
Im Jahr 2010 arbeiteten in der BRD über 800.000 Menschen für Leiharbeitsfirmen – und deren Zahl steigt stetig. In der Regel wesentlich schlechter bezahlt und behandelt als die Festangestellten, müssen LeiharbeiterInnen die gleiche Arbeit verrichten, für durchschnittlich 40% weniger Lohn. Den Gewinn streichen Industrie und die Leiharbeitsfirmen ein. Die DGB-Gewerkschaften sind vor allem in Nischenbereichen, wie in der Pflege oder Gastronomie, den Ausgebeuteten häufig keine große Hilfe – und viel zu oft wirken sie beruhigend und befriedend auf Proteste ein, anstatt eine starke Basis für diese Kämpfe um ein besseres und gerechteres Leben zu bieten.
Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit
So wie der Anarchismus den Nationalstaat und seine Grenzen als Werkzeuge der Herrschaft ablehnt, so ist auch die anarchistische Bewegung eine weltweite und grenzenlose. "Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit" ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten. Erörtert werden die Geschichten lokaler Bewegungen, die Aktivitäten in unterschiedlichen politischen Kontexten sowie die Hoffnungen, die sich an libertäre Ideen knüpfen.
Die Beiträge präsentieren ein globales Netzwerk von AnarchistInnen, die auf der Basis gemeinsamer Ideale spezifische Schwerpunkte setzen, Taktiken entwickeln und Perspektiven formulieren, je nach historischen Voraussetzungen und realpolitischen Gegebenheiten. Das Buch fängt die Vielfalt und Vitalität ein, welche die anarchistische Bewegung seit jeher auszeichnen, und hofft damit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung anarchistischer Theorie und Praxis leisten zu können.