Es geht auch an­ders. Kom­merz, Ka­pital und Konsum sind keine un­um­stöß­liche Not­wen­dig­keit un­serer Ge­gen­wart. Dass man mit dieser Mei­nung nicht al­lein sein muss, zeigen Fran­cesca Araiza An­drade und Julia Os­tertag in ihrem wü­tenden und mitrei­ßenden Do­ku­men­tar­film “Noise and Re­si­stance”. Was man­chen nur als Lärm und Stö­rung gilt, ma­chen sie als vi­tale Ar­ti­ku­la­tion des Wi­der­stands ­deut­lich : Punk ist hier weder Mo­de­er­schei­nung noch ver­staubtes Re­likt der Ver­gan­gen­heit, son­dern der le­ben­dige Aus­druck eines Le­bens­ge­fühls.

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Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 18:51 Uhr

Radio-(A) am 9. Jan. 2011 auf Querfunk (104,8 Mhz) angelaufen

Radio A- Die Sen­dung für li­ber­täre Kultur, Po­litik und Syn­di­ka­lismus.

Das A steht na­tür­lich für An­ar­chismus – Im mo­nat­li­chen Wechsel be­dienen euch hier die li­ber­täre Gruppe Karls­ruhe und die FAU Karls­ruhe mit In­for­ma­tionen Rund um An­ar­chie und Ar­beits­kampf. Dabei soll so­wohl auf Ak­tu­elles ( Ver­an­stal­tungen, Le­sungen, Demos, Ar­beits­kampf, ak­tu­elle Po­litik, li­ber­täres Leben, … )  sowie auf die lange und be­wegte Ge­schichte des An­ar­chismus ein­ge­gangen werden.

Frei wähnen wir uns, die wir in den par­la­men­ta­ri­schen De­mo­kra­tien dieser Welt leben; frei ar­beiten zu müssen um kaufen zu können was sug­ge­riert wird be­sitzen zu müssen; frei zu wählen wer von der Kaste der Mäch­tigen uns die nächsten 4 Jahre weiter und weiter in die öko­lo­gi­sche, so­ziale Ka­ta­strophe führt. Frei­heit ist aber nicht mög­lich so­lange wir den Staat im Kopf nicht über­winden. Li­ber­täres Denken ist ein An­fang – an­ar­chis­ti­sches Han­deln ein Weg.

Hören wir auf Ex­pe­ri­men­tier­feld von Herr­schafts­kon­strukten zu sein !

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Sonntag, den 31. Oktober 2010 um 21:21 Uhr

Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit

So wie der An­ar­chismus den Na­tio­nal­­staat und seine Grenzen als Werk­­zeuge der Herr­­schaft ab­lehnt, so ist auch die an­ar­chis­ti­­sche Be­we­­gung eine welt­weite und gren­­zen­lose. "Von Ja­­karta bis Jo­han­­nes­­burg - An­ar­chismus welt­weit" ist eine Sam­m­­lung von In­ter­views, die mit An­ar­chis­tInnen aus sechs Kon­ti­­nenten ge­­führt wurden, um einen Ein­blick in die ge­­gen­wär­tige an­ar­chis­ti­­sche Be­we­­gung zu bieten. Er­ör­tert werden die Ge­­schichten lo­­kaler Be­we­­gungen, die Ak­ti­vi­täten in un­ter­­schie­d­­li­chen po­­li­ti­­schen Kon­texten sowie die Hoff­­nungen, die sich an li­­ber­täre Ideen knüpfen.

Die Bei­­träge prä­­sen­tieren ein glo­­bales Netz­werk von An­ar­chis­tInnen, die auf der Basis ge­­mein­­samer Ideale spe­­zi­­fi­­sche Schwer­­punkte setzen, Tak­tiken ent­wi­­ckeln und Per­­spek­tiven for­mu­­lieren, je nach his­to­ri­­schen Vor­­aus­­set­­zungen und re­al­­po­­li­ti­­schen Ge­­ge­­ben­heiten. Das Buch fängt die Viel­falt und Vi­ta­­lität ein, welche die an­ar­chis­ti­­sche Be­we­­gung seit jeher aus­­zeichnen, und hofft damit, einen Bei­­trag zur Wei­ter­ent­wick­­lung an­ar­chis­ti­­scher Theorie und Praxis leisten zu können.

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Samstag, den 21. August 2010 um 19:49 Uhr

Erfolgreicher Antifa-Aktionstag in Karlsruhe

Am 21. Au­gust 2010 wollten Neo­nazis der „Freien Kräfte Karls­ruhe“ einen Heß-Ge­denk­marsch in Karls­ruhe durch­führen. Es wäre der erste Auf­marsch in der Re­gion seit 5 Jahren ge­wesen. Dieser wurde von der Stadt Karls­ruhe je­doch ver­boten, die Nazis legten aus Geld­mangel keine Rechts­mittel da­gegen ein und sagten die De­mons­tra­tion ab.

Am ge­planten Auf­mar­schort der Nazis, dem Got­tesauer Platz, fand un­ter­dessen eine an­ti­fa­schis­ti­sche Kund­ge­bung mit etwa 400 Teil­nehmer_innen statt. Neben Reden von Par­teien und Ge­werk­schaften konnten auch au­to­nome An­ti­fa­schist_innen auf das neu ge­grün­dete Na­zi­zen­trum in Rhein­münster-Söl­lingen (etwa 40 km süd­lich von Karls­ruhe) auf­merksam ma­chen. In dem ehe­ma­ligen Gasthof „Rössle“ in der Kirch­straße 2 finden seit März Kon­zerte und Ka­me­rad­schafts­abende statt. Es wird davon aus­ge­gangen, dass hier auch die Idee für den Heß-Marsch in Karls­ruhe ge­boren wurde.

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Mittwoch, den 18. August 2010 um 19:54 Uhr

Naziaufmarsch in Karlsruhe verhindern!

Zum ersten Mal seit fünf Jahren wollen Neo­­nazis wieder in der Karls­ruher In­­nen­­stadt auf­­mar­­schieren. An­lass ist der To­­destag von Ru­­dolf Heß, dem da­­ma­­ligen Stell­­ver­­treter Adolf Hit­­lers. Bis 2005 pil­­gerten meh­­rere tau­­send Neo­­nazis Mitte Au­­gust re­­gel­­mäßig ins bay­ri­­sche Wun­­siedel, dem Ort an dem Heß be­­graben liegt. Erst 2009 fällte das Bun­­des­­ver­­fas­­sungs­­­ge­richt das letz­tin­­stanz­­liche Ur­­teil, um diese "Ge­­denk­mär­­sche" zu ver­­­bieten. Nicht zu­letzt aus diesem Grund wurde Karls­ruhe als Auf­­mar­­schort für den 21. Au­­gust ge­wählt.

Als Ver­­an­­stalter tritt eine Gruppe unter dem Namen "Freie Kräfte Karls­ruhe" auf, die den Auf­­marsch auf einer In­ter­­netseite sowie Han­d­­zet­teln und Auf­kle­­bern be­wirbt. Un­ter­­stüt­­zung er­­fährt die Gruppe aus dem Spek­trum der "Karls­ruher Ka­­me­ra­d­­schaft" dabei von den "Jungen Na­tio­nal­­de­­mo­­kraten (JN)", der Ju­­gen­d­or­­ga­­ni­sa­tion der NPD. So soll der baden-wür­t­tem­­ber­­gi­­sche JN-Vor­­­sit­­zende Lars Gold auf der Ver­­an­­stal­tung spre­chen.

Be­reits am 17. Au­­gust ver­­­gan­­genen Jahres hatte die "Ka­­me­ra­d­­schaft Karls­ruhe" zu einem "Flas­hmob" auf dem Mark­t­­platz vor dem Rat­haus auf­­ge­­rufen, der durch an­ti­fa­­schis­ti­­sche Ini­tia­tive mit In­­fo­­ständen und einer kurz­­­fristig ein­­be­ru­­fenen Ver­­­sam­m­­lung ver­­hin­­dert wurde.

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