Film "Noise and Resistance - Voices from the DIY Underground"
Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm “Noise and Resistance”. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Radio-(A) am 9. Jan. 2011 auf Querfunk (104,8 Mhz) angelaufen
Radio A- Die Sendung für libertäre Kultur, Politik und Syndikalismus.
Das A steht natürlich für Anarchismus – Im monatlichen Wechsel bedienen euch hier die libertäre Gruppe Karlsruhe und die FAU Karlsruhe mit Informationen Rund um Anarchie und Arbeitskampf. Dabei soll sowohl auf Aktuelles ( Veranstaltungen, Lesungen, Demos, Arbeitskampf, aktuelle Politik, libertäres Leben, … ) sowie auf die lange und bewegte Geschichte des Anarchismus eingegangen werden.
Frei wähnen wir uns, die wir in den parlamentarischen Demokratien dieser Welt leben; frei arbeiten zu müssen um kaufen zu können was suggeriert wird besitzen zu müssen; frei zu wählen wer von der Kaste der Mächtigen uns die nächsten 4 Jahre weiter und weiter in die ökologische, soziale Katastrophe führt. Freiheit ist aber nicht möglich solange wir den Staat im Kopf nicht überwinden. Libertäres Denken ist ein Anfang – anarchistisches Handeln ein Weg.
Hören wir auf Experimentierfeld von Herrschaftskonstrukten zu sein !
Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit
So wie der Anarchismus den Nationalstaat und seine Grenzen als Werkzeuge der Herrschaft ablehnt, so ist auch die anarchistische Bewegung eine weltweite und grenzenlose. "Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchismus weltweit" ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten. Erörtert werden die Geschichten lokaler Bewegungen, die Aktivitäten in unterschiedlichen politischen Kontexten sowie die Hoffnungen, die sich an libertäre Ideen knüpfen.
Die Beiträge präsentieren ein globales Netzwerk von AnarchistInnen, die auf der Basis gemeinsamer Ideale spezifische Schwerpunkte setzen, Taktiken entwickeln und Perspektiven formulieren, je nach historischen Voraussetzungen und realpolitischen Gegebenheiten. Das Buch fängt die Vielfalt und Vitalität ein, welche die anarchistische Bewegung seit jeher auszeichnen, und hofft damit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung anarchistischer Theorie und Praxis leisten zu können.
Erfolgreicher Antifa-Aktionstag in Karlsruhe
Am 21. August 2010 wollten Neonazis der „Freien Kräfte Karlsruhe“ einen Heß-Gedenkmarsch in Karlsruhe durchführen. Es wäre der erste Aufmarsch in der Region seit 5 Jahren gewesen. Dieser wurde von der Stadt Karlsruhe jedoch verboten, die Nazis legten aus Geldmangel keine Rechtsmittel dagegen ein und sagten die Demonstration ab.
Am geplanten Aufmarschort der Nazis, dem Gottesauer Platz, fand unterdessen eine antifaschistische Kundgebung mit etwa 400 Teilnehmer_innen statt. Neben Reden von Parteien und Gewerkschaften konnten auch autonome Antifaschist_innen auf das neu gegründete Nazizentrum in Rheinmünster-Söllingen (etwa 40 km südlich von Karlsruhe) aufmerksam machen. In dem ehemaligen Gasthof „Rössle“ in der Kirchstraße 2 finden seit März Konzerte und Kameradschaftsabende statt. Es wird davon ausgegangen, dass hier auch die Idee für den Heß-Marsch in Karlsruhe geboren wurde.
Naziaufmarsch in Karlsruhe verhindern!
Zum ersten Mal seit fünf Jahren wollen Neonazis wieder in der Karlsruher Innenstadt aufmarschieren. Anlass ist der Todestag von Rudolf Heß, dem damaligen Stellvertreter Adolf Hitlers. Bis 2005 pilgerten mehrere tausend Neonazis Mitte August regelmäßig ins bayrische Wunsiedel, dem Ort an dem Heß begraben liegt. Erst 2009 fällte das Bundesverfassungsgericht das letztinstanzliche Urteil, um diese "Gedenkmärsche" zu verbieten. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karlsruhe als Aufmarschort für den 21. August gewählt.
Als Veranstalter tritt eine Gruppe unter dem Namen "Freie Kräfte Karlsruhe" auf, die den Aufmarsch auf einer Internetseite sowie Handzetteln und Aufklebern bewirbt. Unterstützung erfährt die Gruppe aus dem Spektrum der "Karlsruher Kameradschaft" dabei von den "Jungen Nationaldemokraten (JN)", der Jugendorganisation der NPD. So soll der baden-württembergische JN-Vorsitzende Lars Gold auf der Veranstaltung sprechen.
Bereits am 17. August vergangenen Jahres hatte die "Kameradschaft Karlsruhe" zu einem "Flashmob" auf dem Marktplatz vor dem Rathaus aufgerufen, der durch antifaschistische Initiative mit Infoständen und einer kurzfristig einberufenen Versammlung verhindert wurde.