Stuttgart 21 - Der Abriss hat begonnen - Der Aufstand auch

Um 14:30 Uhr be­gann der Abriss des Not­flü­gels des Stutt­garter Bahn­hofs. Ein großes Po­li­zei­auf­gebot sperrte den Be­reich und räumte die Dauer-Sitz­blo­ckade am Zaun der Bau­stelle. In­ner­halb we­niger Mi­nuten waren hun­derte De­mons­tran­tInnen vor Ort.  Nach kurzer zeit be­gannen die De­mons­tran­tInnen wie an­ge­kün­digt den Straßen zu be­setzen.

Zu­erst wurde die Kreu­zung der Heil­bron­ner­strasse be­setzt um den Ver­kehr lahm zu­legen. Von Mi­nute zu Mi­nute wuchs die Menge wü­tender De­mons­tran­Innen. Im wei­teren Ver­lauf wurden weiter Zen­trale Ver­kehrs­punkte in Stutt­gart be­setzt. Dar­unter der Ro­t­he­bühl-Platz, Char­lot­ten­platz und der Wa­gen­burg­tunnel.  Der Ver­kehr in der In­nen­stadt kam bis in die späten Abend­stunden zum er­liegen

Des-wei­teren wurden Bahn­steige und ein Gleis blo­ckiert und somit die Ab­fahrt des TGV nach Paris und wei­terer Züge ver­zö­gert. Es kam zu erb­li­chen Ver­zö­ge­rungen im Bahn­ver­kehr.

In den frühen Abend­stunden be­setzten ei­nige Ak­ti­vis­tInnen das Dach des Nord­flü­gels um den wei­teren Abriss zu ver­hin­dern. Zur Stunde be­finden sich die Be­set­ze­rInnen noch auf dem Dach.

Am Geb­hard-Müller-Platz kam es laut Au­gen­zeu­gInnen um 23 Uhr zu einer bru­talen Räu­mung, bei der ein Po­li­zist mit einem Pferd in die Menge ritt. Video / Fo­to­be­weise von dem Vor­fall werden ge­sucht.

Laut Po­li­zei­be­richt kam es zu Fla­schen­würfen und es wurden ver­ein­zelt Bar­ri­kaden ge­baut.
Erst in der Nacht be­ru­higte sich die Lage wieder. Vor dem Zaun soll eine Dau­er­blo­ckade wei­tere Ar­beiten er­schweren.  Nach An­gaben der Ak­ti­vis­tInnen   sollen sich an die 30.000 Men­schen an den pro­testen be­tei­ligt haben. Die Po­lizei sprach von 6000.

Ab jetzt wird jeden Tag eine De­mons­tra­tion um 14:30 Uhr statt­finden.

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