Um 14:30 Uhr begann der Abriss des Notflügels des Stuttgarter Bahnhofs. Ein großes Polizeiaufgebot sperrte den Bereich und räumte die Dauer-Sitzblockade am Zaun der Baustelle. Innerhalb weniger Minuten waren hunderte DemonstrantInnen vor Ort. Nach kurzer zeit begannen die DemonstrantInnen wie angekündigt den Straßen zu besetzen.
Zuerst wurde die Kreuzung der Heilbronnerstrasse besetzt um den Verkehr lahm zulegen. Von Minute zu Minute wuchs die Menge wütender DemonstranInnen. Im weiteren Verlauf wurden weiter Zentrale Verkehrspunkte in Stuttgart besetzt. Darunter der Rothebühl-Platz, Charlottenplatz und der Wagenburgtunnel. Der Verkehr in der Innenstadt kam bis in die späten Abendstunden zum erliegen
Des-weiteren wurden Bahnsteige und ein Gleis blockiert und somit die Abfahrt des TGV nach Paris und weiterer Züge verzögert. Es kam zu erblichen Verzögerungen im Bahnverkehr.
In den frühen Abendstunden besetzten einige AktivistInnen das Dach des Nordflügels um den weiteren Abriss zu verhindern. Zur Stunde befinden sich die BesetzerInnen noch auf dem Dach.
Am Gebhard-Müller-Platz kam es laut AugenzeugInnen um 23 Uhr zu einer brutalen Räumung, bei der ein Polizist mit einem Pferd in die Menge ritt. Video / Fotobeweise von dem Vorfall werden gesucht.
Laut Polizeibericht kam es zu Flaschenwürfen und es wurden vereinzelt Barrikaden gebaut.
Erst in der Nacht beruhigte sich die Lage wieder. Vor dem Zaun soll eine Dauerblockade weitere Arbeiten erschweren. Nach Angaben der AktivistInnen sollen sich an die 30.000 Menschen an den protesten beteiligt haben. Die Polizei sprach von 6000.
Ab jetzt wird jeden Tag eine Demonstration um 14:30 Uhr stattfinden.
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