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Sturmdivsion Saar
Antifa Saar / Projekt AK veröffentlicht erste Recherche Informationen zur Kameradschaft “Sturmdivision Saar”
“Auf Nazidemonstrationen im gesamten Bundesgebiet erkennt man sie an T-Shirts mit der Aufschrift „Sturmdivision Saar“ und einer stilisierten Triskele. Ihren Schwerpunkt haben sie im saarländischen Dillingen.
Das ist ja alles gar nicht so schlimm
Flyer über Neonazistrukturen im Saarland, eine kleine Chronologie rechter Anschläge und Übergriffe und den saarländischen Verfassungsschutz, der gerne links zuhaut, während er rechts wegschaut.
Mehr als 13 Jahre lang konnten 3 Neonazis aus Zwickau völlig unbehelligt mordend durch die Lande ziehen. Die Gewaltbereitschaft der deutschen Neonaziszene wurde von offiziellen Stellen immer wieder heruntergespielt und jahrzehntelang konnten diese Leute ihre menschenverachtende Ideologie in aller Ruhe verbreiten. Auf ihr Konto gehen, laut Ermittlungsergebnissen, 10 Morde. Davon 9 an türkisch- und griechischstämmigen Personen und einer Polizistin, deren Kollege ebenfalls schwer verletzt wurde. Auch sind etliche Anschläge und dutzende weitere menschenverachtende Aktionen auf das Trio zurückzuführen.
Saarlouis: 200 Menschen auf Demonstration in Gedenken an Samuel Yeboah
Knapp 200 Menschen demonstrierten am 24. September in Saarlouis gegen Rassismus und deutschen Nationalismus
Bei sonnigem Wetter liefen etwa 200 Teilnehmer_innen in einer dreistündigen Demonstration durch die Innenstadt von Saarlouis. Anlass war der 20. Todestag von Samuel Yeboah, der 1991 bei einem rassistischen Brandanschlag in einem Flüchtlingsheim in Saarlouis-Fraulautern ums Leben kam.
Darüber hinaus wurden während der Demonstration, durch Redebeiträge und Flyer auf weitere Themen aufmerksam gemacht und informiert. Dazu gehörten unter anderem der Umgang der Stadt Saarlouis mit der Thematik, die Situation von Flüchtlingen im saarländischen Flüchtlingslager Lebach, oder den Umgang mit Flüchtlingen seitens Deutschland und der EU. Im Vorfeld der Demonstration und am selben Abend kam es zu einzelnen Übergriffen von Angehörigen der saarländischen Kameradschaftsszene auf Teilnehmer_innen der Demonstration.
Saarbrücken: Burschenschaft ins 'rechte' Licht gerückt
Veröffentlichte Protokolle der Burschenschaft “Ghibellinia Prag zu Saarbrücken” zeigen unverhohlenen Rassismus | Prominente Fürsprecher_innen aus Politik, Bildung und Wirtschaft distanzieren sich
Im Mai vergangenen Jahres sah es für die Burschenschaft “Ghibellinia zu Prag” in Saarbrücken noch rosig aus. Man beging das 130-jährige Jubiläum im festlich dekorierten, großen Saal des Saarbrücker Schlosses. Hochrangige Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft ergingen sich in blumigsten Reden über die Verdienste und Errungenschaften der Verbindung.
Der Präsident der Universität des Saarlandes, Volker Linneweber etwa, attestierte den Ghibellinen eine “Vorreiter[rolle] [in] der künftigen akademischen Ausbildung”. Auch der, nun ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes und zukünftige Richter am Bundesverfassungsgericht, Peter Müller dankte in einem Grußwort für das “Engagement zur Wahrung gesellschaftlicher, demokratischer und freiheitlicher Werte” der Burschenschaftler.
Saarlouis: 20. Todestag von Samuel Yeboah
Demonstration gegen Rassismus und deutschen Nationalismus am 24.09.2011
Am 19. September 1991 fiel Samuel Kofi Yeboah in Saarlouis einem rassistischen Brandanschlag zum Opfer. Er ist eines der ersten Opfer rassistischer Gewalt in Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. Anlässlich seines nahenden 20. Todestags wollen wir mit einer Aktionsreihe an Samuel Yeboah, dessen Mörder_innen nie gefasst wurden, würdig erinnern und den rassistischen Alltag in der Bundesrepublik und Europa thematisieren.
Wir knüpfen hiermit an Aktivitäten anlässlich des 5., 10. und 15. Todestags an. Am 10. Todestag hielten mehrere antirassistische Gruppen eine Gedenkveranstaltung ab, in deren Verlauf am Rathaus in Saarlouis eine schwere Steinplatte zum Gedenken an Yeboah angebracht wurde. Die Stadt fühlte sich durch das Gedenken offenbar gestört und prozessierte sowohl auf straf- als auch auf zivilrechtlichem Weg gegen die Anbringung der Gedenktafel und bekam vor Gericht Schadensersatz zugesprochen.
Bilbao: Kukutza droht die Räumung
Besetztem Stadtteil- und Nachbarschaftszentrum droht nach über 13 Jahren die Räumung
Freiräume existieren in vielen Städten und Formen. Sei es als 'klassisches' Autonomes Zentrum, als Wohnprojekt, reiner Veranstaltungsort, Nachbarschaftszentrum, oder als Mischform irgendwo dazwischen.
Den Anspruch, den solche Freiräume (meist) an sich selbst stellen, ist die Schaffung eines Ortes, der möglichst frei ist, von Dingen, die uns an einem Leben, nach unseren Vorstellungen hindern: Kapitalismus und Konsumzwang, Hierachien und Unterdrückungsmechanismen wie Sexismus, Rassismus etc.pp.
Saarbrücken: 10. Todestag von Carlo Giuliani
Polizeischikane und 13 Festnahmen bei spontanem Demonstrationszug durch die Innenstadt
Am Mittwoch Abend, den 20. Juli 2011, zog eine unangemeldete Demonstration durch die Saarbrücker Innenstadt. Anlass der Demonstrant_innen war der 10. Todestag des italienischen Aktivisten Carlo Giuliani. Dieser wurde während der schweren Auseinandersetzungen, rund um den G8 Gipfel 2001 in Genua von einem Carabinieri ermordet.
Kurz nach 18.00 Uhr startete die, etwa 30 Personen große, Spontandemo mit einer Runde durch das Nauwieser Viertel. Neben Parolen (Carlo Giuliani – das war Mord; Carlos Blut auf dem Asphalt – die Bullen ham' ihn abgeknallt etc.) sorgte ein Transparent und massenhaft am Rand des Zuges verteilte Flyer für die nötige Aufmerksamkeit und Information der Passant_innen.
Solidaritätserklärung zur drohenden Räumung des Wagenplatzes "Kommando Rhino" in Freiburg
Was ist los?
Seit nunmehr fast zwei Jahren hält das Wagenplatz-Kollektiv „Kommando Rhino“ in Freiburg das M1 Gelände am Eingang zum „Vorzeigestadtteil“ Vauban besetzt. Zum 31. Juli läuft nun die Frist der Stadt ab. Sofern die Wagenplätzler_innen das Gelände nicht freiwillig verlassen, droht die polizeiliche Räumung.
Die Besetzung erfolgte 2009 als konkreter Widerstand gegen die Bebauungspläne des Grundstücks einerseits und natürlich aus dem Bedürfnis nach kollektivem, selbstbestimmtem Leben in dieser Form, andererseits.
Modellstadtteil Vauban
Ersteres ist recht einfach erklärt, denn es handelt sich um eine klassische Geschichte innerhalb der kapitalistischen Wohnungs- und Stadtteilplanung. Das ehemalige Kasernengelände der französischen Streitkräfte stand, nach deren Abzug 1992, leer und erzeugte somit große Flächen potenziell nutzbares Bauland und, eng damit verbunden, potenzielle Investmentmöglichkeiten. Diese wurden schnell genutzt, ein Stadtteilverein („Forum Vauban“) entstand, mehrere Bebauungspläne wurden erstellt und 1998 wurde schließlich mit dem Bau der ersten Häuser innerhalb des Stadtteils begonnen.
Frankreich: Nazikonzert in Rohrbach-lès-Bitche (Lothringen)
Mitteilung der Antifa Saar / Projekt AK zum Nazikonzert in der Grenzregion mit ca. 2500 Besucher_innen
Am Samstag, den 09. Juli 2011 fand in einer Sporthalle im französischen Rohrbach (Lothringen) ein Neonazikonzert mit circa 2.500 Besuchern statt, die vor allem aus der Bundesrepublik Deutschland und dem angrenzenden Ausland angereist waren. Auf diesem Konzert, welches bereits seit mehreren Monaten öffentlich in zahlreichen neonazistischen Webseiten und Foren beworben wurde, spielten die in Neonazikreisen sehr beliebten Bands „Bound for Glory“ (USA), „Division Germania“ (Mönchengladbach), „Brutal Attack“ (UK), „Frakass“ (Lyon / Frankreich) sowie „Jungsturm“ (Saarland).
Saarbrücken / Trier: Annahme verweigert!
Vortrag mit anschließender Diskussion zur Extremismusklausel mit Steffen Richter (AKuBiZ e.V. Pirna)
Seit Beginn des Jahres 2011 sind alle Bundesprogramme zur Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen im Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ zusammengefasst.
Damit Organisationen, die sich im Kampf gegen Rechts engagieren, weiterhin Geld vom Bund erhalten sind sie nach der Satzung dieses Programms dazu verpflichtet, eine sogenannte „Demokratieerklärung“ zu unterzeichnen. So unproblematisch, wie der Begriff vielleicht klingen mag, ist er jedoch bei Weitem nicht. Die unterzeichnenden Organisationen garantieren nicht nur ihre Treue zum Grundgesetz, sondern gleichzeitig auch die Verfassungstreue ihrer Partner. Im Zweifelsfall sollen diese ihre Partnerorganisationen durch das Bundesamt für Verfassungsschutz auf ihre Treue zum Grundgesetz überprüfen lassen.