Anarchistische Gruppe Freiburg
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Für eine Gesellschaft ohne Knäste!
„Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ ist eine oft gehörte Parole, vor allem in linken Zusammenhängen. Da diese durchaus legitime und unterstützenswerte Forderung jedoch an den Staat gerichtet wird, ist und bleibt sie eine Affirmation und Reproduktion der herrschenden Verhältnisse. Dass es aber um weit mehr gehen muss, also um die Abschaffung von Recht, Staat und Kapital, wollen wir mit folgendem Text erläutern.
Von „Tier-KZ’s“ und einer befreiten Gesellschaft
Gerade in letzter Zeit stoßen wir häufiger auf Bezeichnungen wie „Tier-KZ“ oder „Hühner-KZ“, vor allem im Zusammenhang mit einer (berechtigten) Kritik an Fastfood-Ketten oder Massentierhaltung. Wir waren nicht überrascht, dass dieser Begriff immer noch bzw. wieder verwendet wird, allerdings hat uns dies auch als politische Gruppe selbst betroffen. Aber wir waren in der Tat überrascht, welche Ausmaße diese Auseinandersetzung angenommen hat, wollen uns hierzu aber nicht weiter äußern. Stattdessen wollen wir den Raum für eine inhaltliche Auseinandersetzung nutzen, und sehen folgenden Text als Diskussionsbeitrag.
Wandzeitung #8
Ab sofort an vielen Wänden in der Stadt, zum mitnehmen in der KTS, in der Gartenstraße 19 oder hier zum herunterladen und selbst ausdrucken.
Gegen die IMK und ihre Freund_innen!
Im Folgenden dokumentieren wir den Bündnisaufruf des Vorbereitungskreises gegen die IMK. Fortan findet ihr alle, die Mobilisierung gegen die IMK betreffenden, Infos auf imkwiesbaden.blogsport.de. Am 03. Dezember gegen die Innenministerkonferenz und kapitalistischen Wahnsinn auf die Straße gehen!
Gegen die IMK und ihre Freund_innen
Wenn Delegierte aus verschiedenen Ländern nach Wiesbaden kommen um zu Themen wie Migration, Grundrechte und Polizeigewalt zu arbeiten, dann klingt das nach einer spannenden Sache. Handelt es sich bei diesen Delegierten jedoch um die 17 alten deutschen Herren der Innenministerkonferenz (IMK) sieht das Ganze nicht mehr so rosig aus. In halbjährlichen Treffen fällen sie Beschlüsse, die die Sicherheit der Menschen vor dem Staat in Gefahr bringt.
Antifa ist Handarbeit. Naziaufmarsch am 22.10.2011 in Emmendingen verhindern!
Die Nazis haben ihren Aufmarsch nach Emmendingen verlegt, wir halten euch bezüglich einer gemeinsamen Anfahrt aus Freiburg auf dem Laufenden!
Am 22. Oktober 2011 wollen Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum und der sogenannten „freien Kräfte“ in Emmendingen aufmarschieren. Ebenfalls am 22. Oktober, allerdings vor 71 Jahren, wurden über 6500 Jüd_innen aus Baden und der Saarpfalz ins Konzentrationslager Gurs deportiert. Dass die Neonazis dieses Datum für ihren Aufmarsch nicht zufällig gewählt haben, daraus machen sie selbst in ihrem urprünglichen Aufruf für ihren Aufmarsch in Offenburg keinen Hehl:
Auch grüner Kapitalismus kann brennen!
Während in London die Straßen brennen und Jugendliche nach Paris und Athen ein weiteres mal einer Gesellschaft, die alles verspricht und wenig hält, einen Spiegel vorhalten, verfolgen wir mit zunehmender Verwunderung die öffentliche Diskussion um Gewalt nach der Wagenplatzräumung von Kommando Rhino in Freiburg. Nicht die Zerstörung des Wagenplatzes steht im Mittelpunkt, sondern einige friedlich vor sich hinbrennende Baugeräte und Barrikaden auf der Straße.
Stadt für alle!
Gehört die Stadt wem?
Gentrifizierung, Mieterhöhungen, fehlender (bezahlbarer) Wohnraum, abgehängte Stadtviertel, Videoüberwachung – die Lebensbedingungen in den kapitalistischen Metropolen sind längst nicht mehr nur Themen linker Debatten und Kampagnen. Mittlerweile erheben Parteien und Initiativen aller politischen Spektren in Medien und Wahlkampfslogans den Anspruch darauf, die offensichtlichen Schwierigkeiten der gegenwärtigen Stadtentwicklung erstens erkannt zu haben und zweitens lösen zu können.
Warum die Grünen aber eher Teil des Problems als Teil der Lösung sind und Kampagnen „gegen Gentrifizierung“ meist zu kurz greifen, wollen wir im Folgenden verdeutlichen. Damit rufen wir euch dazu auf, euch an den vielfältigen Aktionen während der „Stadt selber machen!“-Tage vom 13.-17. Juli 2011 in Freiburg zu beteiligen und nicht nur dort die Antwort auf die Frage, wem denn nun die Stadt gehört, in Konfrontation zu städtischer Planung, kapitalistischer Verwertung und staatlicher Bevölkerungspolitik zu suchen.
...we call it Bezugsgruppe
Zweite Auflage unseres Bezugsgruppentextes
Seit einigen Jahren nimmt auch in Freiburg die Repression und Polizeigewalt auf Demonstrationen und Aktionen merklich zu. Vor allem unangemeldete Demonstrationen sehen sich zu oft einem überdimensionalen, martialisch auftretenden und gewalttätigen Polizeiaufgebot gegenüber. Doch auch spontane Proteste bekommen die Härte der Staatsgewalt zu spüren. Sie reicht von willkürlichen Personalienfeststellungen, Festnahmen bis hin zu stundenlangen Kesseln rund um die Auflösungspunkte. Die sogenannte Freiburger Linie der „Deeskalation und Befriedung sozialer Proteste“ wurde aufgegeben. Freiburg ist schon längst in der „bitteren Realität“ angekommen.
Gegen die Zurichtung durch Staat, Nation und Kapital – IMK auflösen!
Aufruf des sozialrevolutionären Krisenbündnis Frankfurt
Gegen die Zurichtung durch Staat, Nation und Kapital – IMK auflösen!
Am 22.Juni wird die erste Sitzung der „Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder“ 2011 in Frankfurt am Main unter Vorsitz des hessischen Innenministers Boris Rhein stattfinden. Wenn sich der Staat in Gestalt der Innenministerkonferenz formiert, haben emanzipatorische Bewegungen allen Grund, den Staatsfunktionären diesen Tag zu vermiesen. Im Namen von Sicherheit, Kriminalitätsbekämpfung und Integration werden hier Jahr für Jahr allerlei Schweinerein beschlossen, die darauf hinauslaufen die Bevölkerung zu steuern und zu kontrollieren, Migrant_innen das Leben schwer zu machen und den autoritären Staat auszubauen.
Demo für die soziale Revolution in Mannheim
Am Samstag, den 26.03.2011, demonstrierten in Mannheim rund 300 Menschen für die soziale Revolution und ein selbstbestimmtes Leben.