Aufrufe
Das Anarchistische Netzwerk Südwest* unterstützt mit folgendem Aufruf die Mobilisierungen zum europaweiten Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31. März 2012. An diesem Tag wird es in zahlreichen Städten Europas Aktionen geben. Das M31-Bündnis wird von antiautoritären, anarchistischen und basisdemokratischen Gruppen getragen. In der BRD soll es am 31. März einen zentralen Aktionstag in Frankfurt am Main geben.
Lasst uns gemeinsam gegen das menschenverachtende und unverhältnismäßige Vorgehen der Justiz protestieren.
Im Juni 2008 wurde der Anmelder einer bundesweiten Demo im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm vom Amtsgericht Karlsruhe zu 60 Tagessätzen verurteilt. Er soll nicht ausreichend für die Durchsetzung einzelner Auflagen gesorgt haben. Die Anklage treibt die Deformierung des Demonstrationsrechts auf die Spitze. Bei einer Verurteilung wäre jede Demoanmeldung ein unkalkulierbares Risiko!
Gegen das Konstrukt von Volk, Nation und Rasse!
Für ein klassenkämpferisches und revolutionäres 2012!
Wir rufen alle auf, sich geschlossen, solidarisch und Spektren übergreifend an der diesjährigen Silvesterdemo in Stuttgart zu beteiligen. Mit diesem Aufruf zu einem libertären Block wollen wir uns nicht von anderen Gruppen und der Demo abgrenzen, sondern verstärkt in und aus unserem Spektrum heraus dazu mobilisieren, um so der Zersplitterung der Linken eine kraftvolle und kämpferische Demo gegenüber zu stellen. Faschisten, die herrschende Klasse und ihre Repressionsorgane müssen 2012 mit einem starken Bündnis aller fortschrittlichen und revolutionären Gruppen rechnen.
Bereits zum siebten Mal veranstaltet die Intitiative für einen Umsonstflohmarkt einen Umsonstflohmarkt, diesmal im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung.
Wieder einmal gilt: Bringen Sie vorbei, was Sie nicht brauchen, was aber anderen noch gut nützen kann. Nehmen Sie mit, was Sie gebrauchen können. Tragen Sie bei, ohne nachzufragen. Bedienen Sie sich ohne schlechtes Gewissen. Für Geld, Feilschen und Tauschen ist auf dem Umsonstflohmarkt kein Raum. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf: Bücher, Kleidung, Taschen, Büroklammern, Lampen, CDs, Golfschläger, Poster oder Schuhe.
Wichtig ist aber auch: Bitte keinen Müll mitbringen! Es geht nicht um das Loswerden wertloser Gegenstände, sondern um die Weitergabe wertvoller, zu gebrauchender Dinge.
Im Folgenden dokumentieren wir den Bündnisaufruf des Vorbereitungskreises gegen die IMK. Fortan findet ihr alle, die Mobilisierung gegen die IMK betreffenden, Infos auf imkwiesbaden.blogsport.de. Am 03. Dezember gegen die Innenministerkonferenz und kapitalistischen Wahnsinn auf die Straße gehen!
Gegen die IMK und ihre Freund_innen
Wenn Delegierte aus verschiedenen Ländern nach Wiesbaden kommen um zu Themen wie Migration, Grundrechte und Polizeigewalt zu arbeiten, dann klingt das nach einer spannenden Sache. Handelt es sich bei diesen Delegierten jedoch um die 17 alten deutschen Herren der Innenministerkonferenz (IMK) sieht das Ganze nicht mehr so rosig aus. In halbjährlichen Treffen fällen sie Beschlüsse, die die Sicherheit der Menschen vor dem Staat in Gefahr bringt.
Die Nazis haben ihren Aufmarsch nach Emmendingen verlegt, wir halten euch bezüglich einer gemeinsamen Anfahrt aus Freiburg auf dem Laufenden!
Am 22. Oktober 2011 wollen Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum und der sogenannten „freien Kräfte“ in Emmendingen aufmarschieren. Ebenfalls am 22. Oktober, allerdings vor 71 Jahren, wurden über 6500 Jüd_innen aus Baden und der Saarpfalz ins Konzentrationslager Gurs deportiert. Dass die Neonazis dieses Datum für ihren Aufmarsch nicht zufällig gewählt haben, daraus machen sie selbst in ihrem urprünglichen Aufruf für ihren Aufmarsch in Offenburg keinen Hehl:
In der griechischen Bevölkerung wächst die Wut: Demonstrationen, Streiks, Besetzungen. Seit der Ankündigung der Sparmaßnahmen durch die griechische Regierung und der EU traten zum wiederholten Male tausende Menschen auf die Straße, um ihren Unmut darüber kund zu tun.
Im Gegensatz zu den Protesten 2008, die die Ermordung des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos thematisierten, ist nun die Ausweitung der Finanz- und Staatskrise deutlich zu erkennen. Der Schwerpunkt der Teilnehmer_innen an den Protesten setzt sich jetzt nicht mehr nur aus den prekarisierten und einkommensschwachen Bevölkerungsteilen Griechenlands zusammen, sondern breitet sich längst über alle gesellschaftlichen Schichten aus. Allein in Athen und Thessaloniki protestierten rund 20.000 Menschen im Zuge des 24-stündigen Generalstreiks am 11. Mai diesen Jahres gegen die geplante Erhöhung der Arbeitszeiten, welche die Sparmaßnamen der Regierung vorsehen. Drei Wochen später versammelten sich sogar 500.000 Menschen im Athener Zentrum, um sich gegen Kürzungen bei Gehalt und Rente zu wehren.
Antisemitismus – Patriarchat – Kapitalismus – WHAT THE FUCK?! Für die befreite Gesellschaft!
Am 24. und 25. September 2011 kommt Joseph Ratzinger, besser bekannt als Papst Benedikt XVI, nach Freiburg. Wir nehmen dies zum Anlass, um unsere grundsätzliche Kritik an Religion, Kirche und den gesellschaftlichen Verhältnissen zu äußern.
Das Märchen von Adam und Eva
Denn seit Jahrhunderten propagiert die katholische Kirche eine zutiefst reaktionäre, wie restriktive Sexualmoral und stigmatisiert alle, die nicht ihrem konservativen sowie heterosexuellen Familienbild entsprechen, als Sünder_innen. Frauen werden – wenn es nach der katholischen Kirche geht – einzig auf willige Gebärmaschinen reduziert.
Jedoch sind diese patriarchalen Zustände nicht nur ein Symptom einer religiösen Gesellschaft und etwa durch einen säkularen Staat behebbar. Vielmehr beeinflussen sich gesellschaftliche Verhältnisse und Religion wechselseitig als Ideologie, welche fest in Form von Wertvorstellungen und Rollenzuschreibungen in dieser Gesellschaft verankert ist.
Demonstration gegen Rassismus und deutschen Nationalismus am 24.09.2011
Am 19. September 1991 fiel Samuel Kofi Yeboah in Saarlouis einem rassistischen Brandanschlag zum Opfer. Er ist eines der ersten Opfer rassistischer Gewalt in Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. Anlässlich seines nahenden 20. Todestags wollen wir mit einer Aktionsreihe an Samuel Yeboah, dessen Mörder_innen nie gefasst wurden, würdig erinnern und den rassistischen Alltag in der Bundesrepublik und Europa thematisieren.
Wir knüpfen hiermit an Aktivitäten anlässlich des 5., 10. und 15. Todestags an. Am 10. Todestag hielten mehrere antirassistische Gruppen eine Gedenkveranstaltung ab, in deren Verlauf am Rathaus in Saarlouis eine schwere Steinplatte zum Gedenken an Yeboah angebracht wurde. Die Stadt fühlte sich durch das Gedenken offenbar gestört und prozessierte sowohl auf straf- als auch auf zivilrechtlichem Weg gegen die Anbringung der Gedenktafel und bekam vor Gericht Schadensersatz zugesprochen.